
Trade Republic Kinderdepot eröffnen: Vorau etzungen & Ko ten
Wenn Sie für Ihr Kind Geld anlegen möchten, stoßen Sie schnell auf die Frage: Geht das auch einfach per App? Bei Trade Republic ist das seit Kurzem möglich – und der Haken ist kleiner, als viele befürchten; dieser Leitfaden zeigt, worauf Sie bei der Eröffnung achten müssen, welche Kosten wirklich anfallen und wie beide Elternteile Zugriff erhalten.
Depoteröffnung: Kostenlos ·
Mindesteinzahlung: Keine ·
Zinsen auf Guthaben: Keine ·
Altersgrenze Kind: Bis 17,5 Jahre ·
Zugriff beider Eltern: Ja ·
Übertrag von Vermögen möglich: Ja
Kurzüberblick
- Kostenlose Depoteröffnung in der App (Trade Republic)
- Beide Elternteile brauchen eigenes Konto (Finanztip)
- Altersgrenze: bis 17,5 Jahre (extraETF)
- Ob der Depotübertrag reibungslos funktioniert
- Wie lange die Eröffnung tatsächlich dauert
- Ob künftig Zinsen auf Guthaben eingeführt werden
- Seit Mai 2025 vollständig digital verfügbar (kreditkarte24)
- Zunächst nur für Kinder unter 16 Jahren (Finanztip)
- Künftig soll ein Elternkonto ausreichen (Finanztip)
- Mit 18 Jahren erhält das Kind vollen Zugriff (Finanztip)
Sechs entscheidende Fakten auf einen Blick – die wichtigsten Unterschiede zu klassischen Kinderdepots werden sofort sichtbar.
| Merkmal | Trade Republic Kinderdepot |
|---|---|
| Depoteröffnung | Kostenlos |
| Mindesteinzahlung | Keine |
| Zinsen auf Guthaben | Keine |
| Altersgrenze Kind | Bis 17,5 Jahre |
| Zugriff Eltern | Beide möglich |
| Übertrag | Ja |
Kann ich für mein Kind ein Konto bei Trade Republic eröffnen?
Welche Voraussetzungen müssen Eltern erfüllen?
- Beide Elternteile benötigen ein eigenes Trade Republic Konto (Finanztip)
- Das Kind muss unter 17,5 Jahren sein (extraETF)
- Die Geburtsurkunde des Kindes wird benötigt (Trade Republic)
Das klingt aufwendiger, als es ist – der gesamte Prozess läuft über die App. Allerdings müssen beide Sorgeberechtigten zustimmen, es sei denn, es liegt das alleinige Sorgerecht vor. Trade Republic (offizielle Produktseite) schreibt dazu: „Du kannst jederzeit ein Depot für dein Kind eröffnen, bis es 17,5 Jahre alt ist.”
Eltern stehen vor einer Hürde: Beide müssen bereits Kunde sein. Wer das nicht ist, muss zuerst ein eigenes Depot eröffnen – ein Schritt, der bei anderen Anbietern oft entfällt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Eröffnung
- Trade Republic App öffnen und als Elternteil einloggen
- Im Menü „Kinderdepot” auswählen (Trade Republic)
- Geburtsurkunde des Kindes hochladen
- Zustimmung des zweiten Elternteils einholen (sofern nicht allein sorgeberechtigt)
- Eröffnung bestätigen – keine Mindesteinzahlung nötig
Finanztip berichtet, dass die Eröffnung zum Start nur für Kinder unter 16 Jahren möglich war. ExtraETF bestätigt hingegen die aktuelle Altersgrenze von 17,5 Jahren.
Altersgrenze für das Kind
Die offizielle Grenze liegt laut Trade Republic (offizielle Produktseite) bei 17,5 Jahren. Das heißt: Ihr Kind darf diesen Zeitpunkt noch nicht überschritten haben. Ist es älter, bleibt nur der Weg zu einem Junior-Depot einer anderen Bank.
Die Praxis: Eltern mit Kindern über 16 sind aktuell die einzige Gruppe, die von der Grenze betroffen sein könnte – für alle anderen ist sie großzügig bemessen.
Können beide Elternteile ein Kinderdepot eröffnen und darauf zugreifen?
Zugriffsrechte beider Eltern
- Beide Eltern benötigen ein eigenes Depot (Finanztip)
- Gemeinsamer Zugriff ist möglich (extraETF)
- Jeder Elternteil kann einzahlen und verwalten (finanzentdecker)
Das ist ein entscheidender Vorteil: Anders als bei vielen Sparkonten, die nur auf einen Elternteil laufen, haben hier beide Zugriff. Voraussetzung ist allerdings, dass beide schon Kunde sind – eine zusätzliche Hürde, die bei Gemeinschaftskonten klassischer Banken entfällt.
Wer denkt, er könne als Alleinverdiener das Depot einfach so für das Kind eröffnen, irrt: Der Partner muss zustimmen. Und wenn der kein eigenes Trade Republic Konto hat? Dann ist die Eröffnung erstmal blockiert.
Kann nur ein Elternteil das Depot verwalten?
Nein – beide können es. Allerdings gibt es eine Einschränkung: Es gibt keine Gemeinschaftskonten im eigentlichen Sinne. Jeder Elternteil sieht das Depot über sein eigenes Konto. Wenn Sie also eine gemeinsame Übersicht möchten, müssen Sie sich die Zugänge teilen oder regelmäßig austauschen.
Was das bedeutet: Für getrennt lebende Eltern ist das Modell praktisch – jeder hat seinen eigenen Zugriff. Für Paare, die alles gemeinsam verwalten, ist es eher umständlich.
Welche Nachteile hat das Trade Republic Kinderdepot?
Was ist der Haken bei Trade Republic?
Trade Republic hat einige Einschränkungen, die Sie vor der Eröffnung kennen sollten.
| Nachteil | Details |
|---|---|
| Keine Zinsen auf Guthaben | Anders als Tagesgeldkonten für Kinder (Handelsblatt) |
| Eingeschränkte Wertpapierauswahl | Nur an der Börse LS Exchange handelbare Werte |
| Keine Gemeinschaftskonten | Jeder Elternteil braucht eigenen Zugang |
| Abhebung erst mit 18 | Kind kann erst mit Volljährigkeit selbst verfügen |
Die fehlenden Zinsen sind das größte Minus. Handelsblatt nennt für das Kinderdepot einen Zinssatz von 2,25 Prozent pro Jahr – dieser Wert bezieht sich jedoch auf das Guthaben auf dem Verrechnungskonto, nicht auf das Depot selbst. Das ist ein klassischer Missverständnis-Fall in der Community.
Vorteile
- Kostenlose Depoteröffnung und -führung
- Beide Eltern haben Zugriff
- Gebührenfreie ETF-Sparpläne ab 1 Euro
Nachteile
- Keine Zinsen auf Guthaben
- Eingeschränkte Wertpapierauswahl
- Kein echtes Gemeinschaftskonto
- Abhebung erst mit 18 Jahren
- Beide Eltern benötigen eigenes Konto
Vergleich mit anderen Anbietern
Drei Alternativen, eine klare Unterscheidung: Wer Zinsen will, geht zur ING oder Comdirect. Wer kostenlose ETF-Sparpläne und App-Steuerung priorisiert, zu Trade Republic.
| Merkmal | Trade Republic | ING Junior Depot | Comdirect Junior Depot |
|---|---|---|---|
| Depotgebühren | 0 € | 0 € | 0 € |
| Zinsen auf Guthaben | 2,25 % p.a. (laut Handelsblatt) | Bis 1,75 % p.a. | Bis 1,5 % p.a. |
| ETF-Sparpläne kostenlos | Ja | Ja (ab 1 €) | Ja (ab 10 €) |
| Beide Eltern Zugriff | Ja (mit eigenem Konto) | Ja (gemeinsam) | Ja (gemeinsam) |
| Einzelordergebühr | Ab 1 € | 2,90 € + 0,25 % | 3,90 € + 0,25 % |
Die Zins-Differenz: Bei 10.000 Euro Guthaben bringt das ING Junior Depot (1,75 % p.a.) 175 Euro Zinsen im Jahr. Trade Republic liegt laut Handelsblatt bei 2,25 % – also theoretisch 225 Euro. Allerdings: Das sind Werte für das Verrechnungskonto, nicht für angelegte Wertpapiere.
Die Wahrheit: Die meisten Eltern legen ohnehin in ETFs an. Da sind die Zinsen auf dem Verrechnungskonto zweitrangig – wichtig sind die kostenlosen Sparpläne.
Zinsen und Kosten
Kreditkarte24 berichtet, dass die Depotführung kostenlos ist, für Einzeltrades außerhalb von Sparplänen jedoch eine Ordergebühr ab 1 Euro anfällt. Handelsblatt bestätigt: 0 Euro Depotgebühren und gebührenfreie ETF-Sparpläne ab 1 Euro Einlage.
Die Kostenwahrheit: Wer nur ETF-Sparpläne nutzt, zahlt gar nichts. Wer aktiv Einzelaktien kauft, zahlt 1 Euro pro Trade – günstiger als die meisten Konkurrenten.
Kann ich mein Vermögen auf ein Kinderdepot bei Trade Republic übertragen?
Übertrag von Depots
- Depotübertrag ist möglich (extraETF)
- Muss über die App beantragt werden (Trade Republic)
- Wertpapiere werden übertragen, nicht verkauft
Ein großer Vorteil: Wenn Ihr Kind bereits ein Depot bei einer anderen Bank hat, können Sie die Wertpapiere einfach umziehen lassen. Das spart Steuern, weil nichts verkauft wird. Finanztip berichtet, dass dies über die App beantragt werden kann – der Prozess ist jedoch nicht automatisiert, sondern erfordert manuelle Schritte.
Übertrag von Sparbüchern
Bargeld kann direkt eingezahlt werden – das ist kein Problem. Allerdings: Wenn Sie ein klassisches Sparbuch auflösen möchten, müssen Sie das Geld zuerst auf Ihr Konto überweisen und dann auf das Kinderdepot einzahlen. Ein automatischer Überziehungsschutz besteht nicht.
Steuerliche Aspekte
Jedes Kind hat einen eigenen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (Stand 2025). Das bedeutet: Bis zu 1.000 Euro Gewinne pro Jahr sind steuerfrei. Die Krux: Wenn Sie das Depot auf den Namen des Kindes eröffnen, wird es steuerlich dem Kind zugerechnet. Bei hohen Gewinnen kann das die Steuerlast senken.
Die Realität: Für die meisten Eltern mit kleinen Beträgen (100-200 Euro Sparrate) ist das irrelevant, weil die Gewinne unter dem Freibetrag bleiben.
Was ist die 3-6-9-12-Regel?
Hintergrund der Regel
Die 3-6-9-12-Regel stammt von der Sana Kliniken und empfiehlt Mediennutzungszeiten für Kinder. Sie hat mit Finanzdepots erstmal nichts zu tun – taucht aber in Diskussionen zum Thema Kinderdepot immer wieder auf, weil sie als Orientierung für altersgerechte Finanzbildung dient.
Die Empfehlungen:
- Bis 3 Jahre: Keine Bildschirmzeit
- 3-6 Jahre: Maximal 30 Minuten pro Tag
- 6-9 Jahre: Maximal 60 Minuten pro Tag
- 9-12 Jahre: Maximal 90 Minuten pro Tag
Bedeutung für die Finanzerziehung
Die Regel ist kein Finanzprodukt, aber ein nützlicher Rahmen: Wenn Sie Ihrem Kind Aktien näherbringen möchten, können Sie die 3-6-9-12-Regel analog anwenden – also erst ab einem bestimmten Alter aktiv über Aktien sprechen. Das ist reine Pädagogik und keine Pflicht.
Kritik
Die Kritik an der Regel ist eindeutig: Sie ist veraltet und pauschal. Manche Kinder sind mit 6 Jahren bereit für einfache Finanzgespräche, andere nicht. Die Praxis: Orientieren Sie sich am individuellen Verständnis Ihres Kindes, nicht an starren Altersgrenzen.
Erfahrungen aus der Community
„Um bei Trade Republic ein Kinderdepot eröffnen zu können, benötigen beide Elternteile ein eigenes Konto.”
– ExtraETF (Vergleichsportal)
„Du kannst jederzeit ein Depot für dein Kind eröffnen, bis es 17,5 Jahre alt ist.”
– Trade Republic (offizielle Produktseite)
Die Community-Diskussionen zeigen: Der größte Frust entsteht nicht an den Kosten oder der fehlenden Zinsoptimierung, sondern an der Tatsache, dass beide Elternteile Kunde sein müssen. Das überrascht viele und ist der mit Abstand häufigste Kritikpunkt in Foren.
Fazit
Das Trade Republic Kinderdepot ist eine solide, kostenlose Lösung für Eltern, die Wert auf eine App-basierte Verwaltung und günstige ETF-Sparpläne legen. Die fehlenden Zinsen auf dem Verrechnungskonto sind für die meisten irrelevant, weil das Geld ohnehin in Wertpapieren angelegt wird. Der größte Nachteil ist die Anforderung, dass beide Elternteile ein Trade Republic Konto besitzen müssen. Für Sparer mit kleinen Beträgen und ETF-Fokus: Die Wahl ist klar – Trade Republic. Für Zinsoptimierer und Gemeinschaftskonto-Fans: Die ING oder Comdirect sind die bessere Alternative. Für Zinsoptimierer und Gemeinschaftskonto-Fans bleibt nur die klassische Bank als Alternative.
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Wer ein Kinderdepot eröffnet, sollte auch wissen, wie man die jährliche Trade Republic Steuerbescheinigung anfordert und für die Steuererklärung nutzt.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet ein Kinderdepot bei Trade Republic?
Die Depotführung ist komplett kostenlos. Für Einzeltrades außerhalb von Sparplänen fällt eine Ordergebühr ab 1 Euro an. ETF-Sparpläne sind ab 1 Euro Einlage gebührenfrei (Handelsblatt).
Gibt es einen Freibetrag für Kinder?
Ja, jedes Kind hat einen eigenen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr (Stand 2025). Gewinne bis zu dieser Höhe sind steuerfrei. Das Depot wird dem Kind zugerechnet.
Kann das Kind mit 18 selbst über das Depot verfügen?
Ja, mit Volljährigkeit erhält das Kind den vollen Zugriff auf das Depot. Die Eltern verlieren dann die Verwaltungsrechte.
Welche Wertpapiere sind für Kinder geeignet?
Klassische ETF-Sparpläne auf breite Indizes (z. B. MSCI World) sind ideal, weil sie automatisch streuen und günstig sind. Aktien-Einzelkäufe sind teurer (ab 1 Euro Ordergebühr) und risikoreicher.
Wie kann ich auf das Kinderdepot einzahlen?
Einzahlungen erfolgen per Überweisung auf die IBAN des Kinderdepots oder direkt aus der App. Es gibt keine Mindesteinzahlung.
Bekomme ich eine eigene IBAN für das Kinderdepot?
Ja, jedes Kinderdepot erhält eine eigene IBAN für Einzahlungen und Abhebungen.
Ist das Kinderdepot steuerlich günstig?
In der Regel ja, weil das Kind den eigenen Sparerpauschbetrag nutzen kann. Aber: Wenn das Depot von den Eltern bespart wird, kann das Finanzamt bei hohen Beträgen die Schenkungsteuer prüfen (Freibetrag: 400.000 Euro pro Kind und Elternpaar alle 10 Jahre).